Den inneren Impulsen folgen

INTUITION VERSUS WISSENSCHAFT? Wann ist Neumond, wann ist Vollmond? Für uns alle ist es in der Regel ungewohnt, in Einklang mit dem Mond zu leben; die irdischen Machthaber, die sich der christlichen Religion bemächtigten, zerschlugen in grausamen Kämpfen die alten Stammeskulturen. Und dennoch haben sie immer noch Angst vor unserer Verbindung mit Spirit. Eines ihrer wichtigsten Instrumente, uns vom Großen Geheimnis abzuhalten, ist das Unterdrücken eines natürlichen Zeitgefühls.

Der westliche Kalender ist eine einzige Katastrophe, weder befinden wir uns als Bewohner von Mutter Erde im Jahr 2011 noch widerspiegelt die Zeiteinteilung die Bedeutung des Mondes für alle Lebewesen. Die Monde im Ablauf eines Jahres zu erspüren, ihre unglaubliche Energien, ihre feinstoffliche Unterstützung für alltägliche Lebensaufgaben, all diese elementaren Notwendigkeiten haben die Machthaber zerstört. Auch die Mondenergien im Ablauf eines Umlaufs vom ersten Viertel über den Vollmond zum dritten Viertel bis zum Neumond nachzuvollziehen, ist eine Aufgabe, die es verlangt, daß wir unser Leben fühlen können, alles Bedeutsame wahrnehmen können. Doch selbst das ist erschwert, jedenfalls für die meisten von uns. Und dann ein weiteres Hemmnis, die Verwirrung aller Sinne durch die Sommerzeit. Kinder und Tiere werden tyrannisiert, und auch die Erwachsenen, obwohl die funktionale Zeiteinteilung des Kapitalismus grausam genug ist, um uns Spirit zu entfremden.

Noch vor zwanzig Jahren waren Uhren mit Mondphasen leicht im Handel erhältlich, jetzt sind es nur wenige Geschäfte, die Monduhren anbieten. Noch schwieriger ist es, schöne und dezente Uhren zu bekommen, obwohl es am allerschwierigsten ist, ein natürliches Zeitgefühl zu entwickeln, im Einklang mit der inneren Uhr zu leben sowie ein Leben zu führen, das weitgehend unabhängig von der sogenannten Weltzeit ist. Der Trend der Uhrenhersteller, den ich seit langer Zeit beobachte, geht zum protzigen Modell, überdimensioniert in seiner Form und im Gewicht, egal ob für Frau oder Mann. Selbst die meisten Monduhren sehen, um es freundlich auszudrücken, nicht gerade sehr ästhetisch aus.

Trägt man keine Uhr, wie ich es seit einigen Jahren mache, bedient man sich des Handys oder des Telefons, um sich wecken oder erinnern zu lassen. Ist die Fremdbestimmtheit durch die Uhr am Körper erst einmal verschwunden (und das Surrounding, Lebensstil und Tagesaufgaben, weitgehend der Lebensaufgabe angepasst), macht sich die innere Uhr deutlich bemerkbar, das Zeitgefühl ist dann holistisch, du nimmst Primärimpulse für den Tag exakt wahr, richtest dein Tagesgeschehen in Einklang mit Spirit aus und brauchst keine Angst um irgendetwas zu haben. Auch die anderen Impulse nimmst du in ihrer Wichtigkeit gestaffelt wahr, vor allem dann, wenn du dich für Impulse sensibilisiert hast.

Dann wird es interessant, ob du die kosmischen Signale für den Alltag empfangen und umsetzen kannst. Da das alte Wissen in unserem Alltagsleben weitgehend zerstört ist – und ein permanenter Druck vorhanden, der Zeit der Ängste zu folgen -, benötigen wir Zeit, Wissen und Sensibilisierung, um eigene Erfahrungen zu sammeln. Also nicht im esoterischen Lexikon nachschlagen und alles für bare Münze nehmen, sondern sich dem Thema annähern und eigene Erfahrungen machen. Schließlich dreht es sich nicht um Plattheiten, wann ich meine Haare schneiden oder rasieren lasse und wann nicht; dieses Schema erscheint mir äußerst skurril, ebenso die Kalender, die beispielsweise Pflanztage als positiv oder negativ charakterisieren.

Im Laufe des vergangenen Monats habe ich angefangen, mich an den Mondvierteln zu orientieren; und jetzt bin ich sehr glücklich darüber, einmal in der Woche auf CHANNEL SAINT MICHELLE eine Trance-Night zusammenstellen zu können. Vor einer Woche baute ich eine Mondphasen-Applikation in den Blog ein – und stellte fest, daß die neue Monduhr mir mitteilte, daß meine Trancenacht nicht im Einklang mit dem Mondgeschehen gewesen ist. Irgendwann vorher, wahrscheinlich ungefähr ein paar Stunden zuvor, wird Neumond gewesen sein. Ich ärgerte mich über meine „wissenschaftliche“ Zeitgläubigkeit und beschloß achtsamer mit dem Phänomen umzugehen.

Heute habe ich das Gefühl, daß das Datum für die kommende Trance-Night am morgigen Freitag nicht richtig ist. Eigentlich ist die gefühlte Mondqualität schon heute Nacht erreicht – sagt mir meine innere Stimme. Der wissenschaftlich exakte Zeitpunkt ist für morgen früh um 9:52:47 MEZ festgelegt worden; was immer das für einen Sinn haben soll. Einfach zu sein, das ist etwas anderes. Ich glaube, daß es für die Kelten und die Indianer niemals auf diese wissenschaftliche Festlegung ankam, ich glaube, daß es vollkommen ausreicht, sich nach der Sonne, dem Mond und den Jahreszeiten zu orientieren, nach den acht keltischen Jahresfesten, die in ihrer Bedeutung uns Menschen alles sagen, was wir für unser irdisches Leben benötigen. Ob wir nun 2011 haben oder das Jahr XYZ, bleibt mir ohnehin unerschließbar, auch wenn ich weiß, daß die Mayas in kosmischen Dimensionen das Erdgeschehen betrachteten.

So überlasse ich meine Entwicklung dem Großen Geheimnis – und gehe weiterhin achtsam mit dem Geschehen um.

So wird es zwei Trance-Nights geben: Heute Nacht – und morgen Nacht. Zwei unterschiedliche Kompositionen, vollkommen unterschiedlich in ihrem Temperament und in ihrer Auswahl. Laß dich überraschen.

.

.

Nebra-Scheibe

CommonSense – Wikipedia

Photo: Dbachmann

Der Weg zum Großen Geheimnis

.

DAS GEHEIMNIS VON TRANCE. So einfach es klingt, ist es auch. Du tanzt dich in Trance, du gibst alles, was dein Körper beim Tanzen geben will, du tanzt ohne Unterbrechung, zwei, drei Stunden lang, egal, was für Musik gespielt wird, du tust es.

Aber es kommt darauf an, diesen Moment der Tranceerfahrung gut zu bestimmen, auch wenn es das Wichtigste ist, daß du deiner inneren Stimme folgst. Es kommt nicht darauf an, es zu wollen, in Trance ohne jegliche Drogen zu sein, das schaffst du schon, aber dann kommt eine starke Energiewelle, die dir hilft, dein Leben zu revolutionieren. Es stellt sich nicht die Frage, ob du fähig bist, für einen (langen) Moment Trance leben zu können, es kommt auf die folgende Energiewelle an, das Erwachen deiner Kundalini.

Wenn du das verstanden hast, weißt du, daß du vorher mit Spirit kommunizieren mußt, wie du dein Leben lebst – ohne dir oder anderen zu schaden. Freitagnacht ist wieder Trancenacht, die Housemusik (zu Beginn der Party) hilft dir, deinen Körper langsam wach zu tanzen.

Am Freitag, 2. Dezember 2011, Einlass ab 23:30 Uhr. Ready Or Not: Trance-Dancing ab 24:00 Uhr. Wir warten auf dich.

PS.

Der Weg zum Großen Geheimnis: Sieben Mal ganz tief durchatmen, vom Sexchakra bis zum Kronenchakra und zurück, die Augen verbinden, damit dein drittes Auge sich auf die Kommunikation einlassen kann. Vorher gut lüften, dann mit Sage oder deinem Smoke räuchern.

.

Hinweis

Wenn du Borderline Probleme hast, oder zur Schizophrenie neigst, solltest du Musik (und Meditation) nur in kleinen Dosen zu dir nehmen, sonst beginnst du eine Reise, die deine Probleme verschlimmern wird. Zuerst die Heilung, dann die Trance. Wenn du weißt, hundertprozentig genau weißt, daß Musik dein Heiler ist, kommuniziere mit dem Großen Geheimnis, mit Freunden und einem Vertrauten.

Mein Freund Jupp

Dass Jupp ein waschechter Ostfriese ist, wollte ihm niemand glauben, als er von einer Odyssee in seine Heimat zurückkam. Er hatte seine Vision nach jahrelangem Reisen in Indien, Tibet, Thailand und auf Bali gefunden, und so wurde Jupp ein Tischler, der mit seinen neuen Handwerkszeugen aus Edelmetall, irgendwie ein Spezialbereich des Zen, seine Talente und Fähigkeiten freilegte und dann seinen Lebenstraum verwirklichte. Von morgens bis abends hämmerte er mit seinem Hämmerchen und seinen Beiteln auf die Hölzer, die er zu Beginn der Arbeit der Göttin Inanna geweiht hatte. In den frühen Abendstunden, mal am Ende des ersten Tages, manchmal erst nach einer Woche, in einigen Fällen auch nach Monaten, war ein hölzernes Spielzeug für die Kinder fertig.

Nach vielen Jahren kam eine Fee mit langen Haaren in seine Werkstatt, setzte sich auf den Kaminofen, schaute umher und freute sich, als sie ein besonders schönes Holzstück aus Kiefer sah. Seitdem heißt unser Jupp der Lattenjupp. Der wiederum macht sich nicht viel daraus, betont aber immer wieder, wie wichtig es sei, gut und zärtlich mit ihm umzugehen.

„Das ist wie mit der Musik,“ sagte er eines Tages, „da kann man nicht einfach ankommen, und alles kreuz und quer machen, nein, mit dem Spielen einer Trompete sollte es vergleichbar sein. Die Lippen schön anfeuchten, nicht zu feucht, mal aber auch mehr, nicht mit den Zähnen beißen, richtig schön Luft holen und melodisch voller Inbrunst blasen, und immer darauf achten, mit den Fingern alle Töne zu locken. Und schließlich den richtigen Dämpfer finden, das macht die Klänge angenehm weich.“

Neuerdings beschäftigt sich Jupp auch mit der Philosophie des Saxophonspiels. Seine Freundin lernt jetzt wie Dick Heckstall-Smith (von Colosseum) zwei Saxophone gleichzeitig zu spielen. Und weil mich die Praxis mehr interessiert als die Theorie, habe ich mich vom Lattenjupp zu einer Probe mit Conny, so heißt die gute Frau, einladen lassen. Mal hören, was da für Töne rauskommen.

.